Mittwoch, 8. März 2017

PANAMA - San Blas, Panamá und La Guadelupe

Krass, bei meinem letzten Post saß Max noch im Flugzeug und jetzt ist er schon seit 5 Tagen da!
Zu zweit reisen ist anders. Ich muss mich plötzlich im Voraus um Hostels kümmern, anstatt einfach irgendwo auftauchen zu können "Joa hallo ich bin Charlie kann ich hier pennen? Ja cool ich komm aus Berlin, Deutschland und du? Nein das ist keine Gitarre die sind größer, das ist ne Ukulele aber ich kann nicht so gut spielen aber ich kann auch nicht singen also passt das dann schon wieder..."
Und jetzt? Jetzt muss man Sachen im Voraus raus suchen, wenn man nicht in unterschiedlichen Dorms enden will. Eigentlich. Denn die aktuelle Lage sieht anders aus und so sind wir gestern Abend bissl planlos in Panama in den Nacht-Bus nach David gestiegen, wo wir heute morgen gegen 03:30 h ankamen, um im Anschluss einen Chico-Bus nach La Guadelupe zu nehmen, einen Ort in den Bergen (Max hatte ein Foto gesehen "sieht entspannt aus da will ich hin"). Der Bus füllte sich in den folgenden 2,5h mit Panameños die, je weiter wir kamen, mit immer dickeren Winterjacken (inkl. Mütze und Fell) aufkreuzten, was von uns nur mit nem abschätzigen Lächeln und nem "Pah, wenn die wüssten was Kälte ist, die sollen mal nach Deutschland kommen die Pussys" quittiert wurde. Auch die Warnung eines Taxis Fahrers "wieso wollt ihr dahin, da ist es kalt, 20 Grad und in der Nacht sogar weniger" hielt uns nicht ab.
Gut ich habe wieder etwas neues gelernt; Panameños können Temperaturen unter 27 Grad nicht zuordnen. 20, 17, 15, 10 Grad, alles das selbe, alles kalt.
Und so wurden wir heute morgen um kurz nach 6 irgendwo im Nirgendwo in den Bergen Panama's bei strömendem Regen aus dem Bus geschmissen.   Busfahrer: "da hinten ist ein Hostel" Armgewedel in eine unbestimmte Richtung, Tür zu geschmissen und tschüss. Dass wir topfit und ausgeschlafen waren, nach 11 Stunden Reisen durch die Nacht, versteht sich von selbst...
Das 'Hostel' ist eher ein Hotel, runned by Panameños und weil der Fernseher kaputt ist, dürfen wir hier jetzt für eine Nacht statt für 40$ für 30$ logieren, inkl. privatem Bad. Denen gehört auch noch ein Restaurant, was aber nicht so zu laufen scheint (kein Wunder bei dem Wetter sind wir hier die einzigen Touristen weit und breit).
Dass es so geregnet hat war aber nicht weiter schlimm, da wir uns eh erstmal bis nachmittags ausgeruht haben und genossen haben, dass wir jetzt endlich mal unseren ersten Stress freien Tag seit Max Ankunft haben.
Falls ihr jetzt Stirn runzelnd vorm Bildschirm sitzt und euch vielleicht eh schon gefragt habt, wieso die letzten paar Tage keine News gekommen sind - weder per Blog noch per Mail - ich klär euch mal auf.
Ich hatte ja, kurz bevor Max gekommen ist, für uns das mit San Blas organisiert, da man dafür ja ne Tour buchen muss. Das ganze habe ich bei nem Italiener gemacht, dem ein Restaurant in Casco Viejo gehört. Abgemacht waren 2 Nächte im Zelt inkl. Transport, Essen, Touren zu den Inseln... . Gezahlt habe ich für 2 Personen 380$ - viel, aber weniger als das, was man bei Lunas Castle bezahlt hätte. Aber als Max und ich dann am 2. morgens auf Isla Ina ankamen, stellte sich heraus, das nur 170$ überwiesen worden waren - gerade genug für den Transport und eine Nacht. 380 - 170 = 210. 210$, die irgendwie irgendwo in der Versenkung verschwunden waren. Irgendwas war schief gelaufen...
Um wenigstens doch noch etwas von unserer Zeit dort zu haben, waren wir gezwungen 50$ nachzuzahlen (und durften so eine Nacht länger bleiben und eine Tour mit machen), wobei die Kuna, der Indianer Stamm, dem San Blas gehört, uns rieten, zur Polizei zu gehen.
Zurück in Panama City durften wir dann die folgenden 2 Tage hinter diesem Idioten hinterher rennen/-telefonieren/-suchen was echt ziemlich frustrierend war. Long story short: nachdem wir sämtliche andere Ideen (inkl. Mafia, Laden anzünden, Freundin entführen...) verworfen hatten und er uns 2 Mal hintereinander versetzt hatte, um uns anschließend telefonisch 30$ anzubieten, die wir "ja einfach abholen könnten", entschieden wir uns schlussendlich einfach dafür, darauf zu setzen, dass ihm der Ruf seines Ladens dann doch wichtiger wäre als das Geld. Und so beschlossen wir, möglichst provokant inklusive unserer 70 Liter Rucksäcke, Taschen, Ukulele, Zelt, nasser Wäsche... in seinem 20qm Laden auf ihn zu warten. Oh Wunder, nicht mal 20 min später war er dann plötzlich doch da. Weitere 20 min später hatten auch alle anderen Gäste begriffen, dass nicht alle seine Geschäfte so sauber waren, wie es die Lokalität augenscheinlich vermuten ließ. Wir  konnten es selbst kaum glauben, aber nachdem er sich mit ner Beruhigungskippe seine Niederlage eingestanden hatte, verließen wir den Laden mit 145 $!
4 Stunden und ne Pizza Hawaii im Magen später saßen wir auch schon im Bus nach David.
Jetzt sind wir jedenfalls in Guadelupe, Max hat den Campingkocher mit Grillanzünder und Klopapier zum Brennen gebracht und wir haben lecker lecker Bohnen gegessen, sind voll und müde. Außerdem haben wir noch nen Kater adoptiert, der uns bestimmt nicht nur wegen des Essens toll fand ;)
Also gute Nacht!
Charlie und Max


Das Zeichen der Kuna, kommt einem irgendwie bekannt vor...











Mittwoch, 1. März 2017

PANAMA - Panamá

Boaaaah jetzt ist schon wieder ne Woche vergangen, seit ich nichts mehr gepostet habe. Aber diese Woche ist a) total schnell vergangen und b) hatte ich bis gestern keinen wirklichen Internet-Zugang.
Ich bin mittlerweile wieder in Panamá und nicht nur das, ich bin sogar in Panamá Panamá. Also Panama City.
Wieso das Ganze? Tja, einige haben es schon gehoert, eigentlich wollte ich es son bisschen fuer mich behalten, aber; ich bekomme Besuch! Und zwar von Max, aus Hamburg.
Er wird, nach panamaischer Zeit, am 1. Maerz abends ankommen und bis zum 19. hier bei mir bleiben, bevor er wieder nach Deutschlan zurueck fliegen muss. Joa...
Uuuuund er bringt mir ein Handy mit, also ist ab morgen wieder Skype und Whatsapp moeglich (theoretisch zumindest, ich hoffe, dass das alles so klappt.)
Soviel dazu.
Zu den letzten Tagen, ich bin am 21. nach Puerto Jímenez gefahren, hab mich von 2 Amis mitnehmen lassen, einer davon hiess Kevin (die Geschichte dazu, und was das mit meinem Geburtstag zu tun hat kann ich euch mal so erzaehlen, sonst wird dieser Post mal wieder viiiiiel zu lang und keiner will das mehr lesen ;) ). Und bin ab Palma Norte mit dem Bus weiter.
In Puerto Jímenez ist mir beim Aussteigen aus dem Bus ein Maedel aufgefallen, die a) mega huebsch war und b) aussah als haette sie nen Plan. Und so habe ich Carmen aus den Niederlanden kennen gelernt, 22, medical assistent, ist schon 14 Monate mit nem Van durch Australien getravelt. Obwohl sie mich manchmal eher an einen kleinen unbeholfenen Hundewelpen erinnert.
Und mit Carmen habe ich dann die naechsten paar Tage verbracht. Zuerst ne Nacht in Puerto Jímenez, anschliessend 2 Naechte in Dos Brazos, in einem kleinen Hostel mit 11km Hiking-Trails durch den Dschungel. Das Hostel war auch im Dschungel, man musste 30 min hinlaufen und ich habe drauf bestanden mein gesamtes Gepaeck mitzunehmen. Das war ziemlich schwer, aber auf dem Rueckweg hat mir Pascal geholfen, ein Deutscher, der meinem (Ex-)Freund Luis ziemlich aehnlich sah, nur dass Luis kleiner ist und mehr lacht.
Puerto Jímenez ist nicht weiter erwahnenswert.
In Dos Brazos habe ich drei nennenswerte Erlebnisse gehabt:

  1. Eine Gruppe Amis aus Kalifornien, von denen der eine aussah wie ne Kopie von Sami Slimani und das selbe Zahnpasta Laecheln besass. Die anderen (3 Maedels und 2 Jungs) waren auch alle nett, voll kalifornisch (zumindest so, wie ich mir Kalifornier vorstelle), haben immer laut geredet, durchgehend gekifft, immer gestrahlt wie ein Atomkraftwerk, und die Maedels sind nur in Unterwaesche rumgelaufen und haben Paar-Yoga gemacht und sich dabei gefilmt. Und das mit der Unterwaesche ist nicht uebertrieben, das fuert mich naemlich zu Punkt
  2. Einer der schoensten Sonnenaufgaenge meiner Reise. Um 4:30 aufstehen, im Dunkeln bergauf durch den Dschungel latschen, das muss sich doch lohnen. Und ja, den costa ricanischen Regenwald beim Aufwachen zu beobachten, zu sehen und zu hoeren, ist schon ein tolles Erlebniss. Waere man denn dann alleine, waers wahrscheinlich sogar ein ziemlich tolles Erlebniss. Aber wenn 5 min nach einem, eine 6er Gruppe Kalifornier, um die Ecke latscht, deren Hauptinteresse dem Fotografieren eines Gruppenselfies, sowie nach aussen getragene Spiritualitaet im lautstarken Ausueben von Yoga (ok es war nur lautes Atmen, aber seeeeeehr laut, meine Herren, wir Menschen sind doch keine Elefanten) besteht, und die abgesehen davon einfach alles laut machen, was sie tun (ist das typisch amerikanisch oder kalifornisch?), dann nervt das halt schon son bisschen.
    Was hat das jetzt mit Unterwaesche zu tun? Ganz einfach; die Maedels sind die verdammten 40 min zum Aussichtspunkt in Bustier und Panty gelaufen. Wieso? Keine Ahnung, weiss ich auch nicht. Koennte mir ja auch eigtl egal sein, ist ja eh dunkel (zumindest auf dem Hinweg, ausserdem ist auf dem gesamten Gelaende Nudismus ausdruecklich erlaubt).
    By the way, da fallen mir zwei Witze ein;
    1. Was ist braun, knusprig und spaziert durch den Wald? Brotkäppchen.
    2. Irgendwo im sächsischen Wald
      Ein Vater möchte seinem 8-jährigen Sohn die Tiere im Wald zeigen. Sie steigen auf einen Hochsitz. Der Junge schaut nach Norden und sieht zwei Füchse, der Vater beobachtet den Süden und erblickt eine nackte Frau. Der Sohn ganz aufgeregt zu seinem Vater : "Baba, Figgse Figgse!!!" Daraufhin der Vater:" Nu, wenn de de Muddi nüscht soochst"
  3. Ich hab, zusammen mit Carmen, ne super schoene Wanderung gemacht. Wasserfaelle mal wieder, was auch sonst. Aber es war echt schoen. Ich war nich nur in Adams Hole schwimmen, wir haben auch unterm Wasserfall duschen koennen, was echt cool, aber auch meeeega laut ist.
    Aufm Rueckweg sind mir allerdings leider meine FlipFlops kaputt gegangen, woraufhin ich den Grossteil des Rueckweges barfuss laufen musste. Ja was soll ich sagen, ich hab mich angestellt wie ne Tussi, haett ich echt nicht von mir erwartet, aber nach 30 min barfuss auf Steinen, kleinen, mittleren und grossen, tun dir halt einfach die Fuesse weh.
Auf dem Rueckweg, am 24. Februar, wollten Carmen und ich eigentlich getrennte Wege gehen. Spontan hat sie aber beschlossen mich zu begleiten und mit mir zusammen nach Boquete zu fahren, Ihr Freund kommt am 6. nach Panama und sie muss eh dahin.
Alles entspannt soweit, bis wir an die Grenze kamen - und sie, nach ihrer Ausreise aus Costa Rica, nicht in Panamá einreisen durfte. Ihr Welpe hatte vor einiger Zeit mal mit ihrem Pass rumgespielt, woraufhin eine kleine Ecke angekaut war (das Plastik vom Pass auch). Grund genug also, um sie nicht durch zu lassen. Kurzum, nach 3 Stunden wussten wir Folgendes: sie muss zurueck nach San José reisen, um in der Costa Ricanischen Botschaft einen neuen Pass zu erhalten. Bekommt sie den innerhalb der naechsten 5 Tage nicht, muss sie das Land verlassen. Und ich weiss jetzt, dass mein Spanisch mittlerweile wirklich ganz passabel sein muss. Auf jedenfall ausreichend, um ads alles mit abzuklaeren und rumzudiskutieren, Carmen spricht naemlich kein Spanisch und ich hab mal die Hilfsbereite gemacht und sie da nicht alleine stehen lassen (was keine Selbstverstaendlichkeit ist, was wiederrum nicht an mir liegt, aber dadurch, dass ich schon in Panama eingereist war, haettte ich sie eigtl nicht nach Costa Rica zum Grenzuebergang begleiten duerfen, ohne wieder auszureisen, aber iwann haben die Grenzer auch kapiert, das sie sich ne Menge Arbeit ersparen, wenn sie einfach mich zum Uebersetzen hinschicken, anstatt selber gehen zu muessen. Und Grenzer sind faul. Fast so schlimm wie deutsche Buergeramts-Beamte und das will schon was heissen).
Och also schliesslich alleine nach Boquete, wo ich nach 4 Wochen endlich das erste Mal wieder meine Klamotten hab waschen koennen und zweitens den gesamten Abend mit dem Beantworten von sage und schreibe 22 Mails beschaeftigt war. An dieser Stelle nochmal einen vielen Dank, an all jene, die zu meinem geburtstag an mich gedacht haben❤
Am naechsten Tag dann nach Las Lajas gefahren, wo ich 2 Naechte geblieben bin. War auf jedenfall schoen, aber ich weiss jetzt nochmal ganz sicher, dass das Frueher-Fahren im Januar die richtige Entscheidung war. Mehr tote Hose als da geht nicht. Zumindest tagsueber. Nachts fiesta fiesta und den zweitem Abend habe ich bis 6 Uhr morgens getanzt, mich dann entschlossen durch zu machen, direkt zu packen und den Bus nach Panama zu nehmen, da die Strassen am 28. aufgrund des Karnevals wohl sehr voll sind.
Im Bus konnte ich leider nicht schlafen, der Fernsehr lief zu laut und iwie war alles ungemuetlich. So bin ich voellig Zombie maessig muede hier in Panama angekommen, wo ich in Lunas Castel Bekanntschaft mit Leo gemacht habe, 19, auf den Tag einen Monat aelter als ich, moechte auch Medizin studieren und lernt fuer den TMS. Und Junge, der lernt so, dass ich jetzt echt ein bissl Stress bekomme. Wenn sich alle so drauf vorbereiten und entsprechende Ergebnisse bekommen wirds auf jedenfall schwieriger als gedacht. Naja, mal schauen, wenn ich wieder alleine unterwegs bin habe ich schon genug Zeit dafuer... Mit Leo jedenfalls nich Feuerwerk geschaut, viiiiiel zu uebertrieben also wirklich, und iwann ins Bett gefallen.
Womit wir eigtl schon bei heute waeren. Um den Tag kurz zusammen zu fassen; Joggen, Pancakes, Karneval (mit 2 ziemlich lustigen Dudes, der eine erinnert mich mega an Janek, wuerden die in Berlin leben haett ich mich auf jedenfall nochmal mit denen getroffen...), Ceviche, San Blas organisiert (dabei 2 Bier, Popcorn und nen Shot von meinem Vetragspartner ausgegeben bekommen hehehe), mit den Jungs gechillt, durch Casco Viejo gelaufen, ihnen das Red Lion gezeigt (sie denselben Effekt bei denen ausloeste wie bei mir das erste mal, dazu mehr hier ) und das wars auch eigentlich schon.
Jetzt ist es 2 Uhr nachts und ich kann irgendwie nicht pennen, aber gut, so koknnte ich jetzt wenigstens in aller Ruhe mal Schreiben, ohne dass hier nach 10 min schon jmd wieder den Computer nutzen will.
Fotos kann ich diesmal aber leider keine hochladen, der PC besitzt keinen SD-Karten-Slot. 
Das naechste Mal hoffentlich wieder. Wundert euch ausserdem nicht, wenn ihr die naechsten Tage nichts von mir hoert, auf San Blas wirds kein Internet geben. Aber bis jetzt sind nur 2 Naechte geplant und am 4 muss ich auf jedenfall wieder Netz haben, da wir mein kleines Baby ja schon 17!!! (Wer nicht weiss wer damit gemeint ist, nein, ich habe nicht mit 3 ein Kind bekommen, Olli hat Geburtstag)
Bis dahin gruesse ich mal wieder und wuensche euch einen guten Tag und mir jetzt hoffentlich bald eine gute Nacht.
❤ Charlie

Dienstag, 21. Februar 2017

COSTA RICA - 20. Februar 2017

Viiiiiiiiiiiiiielen Dank fuer all eure lieben Geburtstagswuensche. Ich werde mir in den kommenden Tagen hoffentlich die Zeit nehmen koennen, allen persoenlich zu antworten.
Ich hatte auf jedenfall einen tollen Tag, hier ein paar Fotos, bevor ich fuer heute den Laptop ausmache und mit einigen Leuten noch meinen Geburtstag ausklingen lasse.

Ach und by the way, ich habe meinen Ananas-Bananen-Kokos-Kuchen gemacht und der war echt lecker!








Sonntag, 19. Februar 2017

COSTA RICA - Manuel Antonio

Hiiiilfe ich habe es doch getan, dabei wollte ich das doch eigentlich garnicht...ich bin in Manuel Antonio, eine der drei Touristen-Fallen schlechthin an der costa rikanischen Pazifikkueste (die anderen zwei sind Bhia Drake und Montezuma). Mir haben schon alle gesagt, dass es hier von Touris nur so wimmelt, man im Nationalpark mehr Menschen als Baeume bestaunen kann und die Tiere im Park denken, sie seinen selber Menschen (und sich dementsprechend verhalten). Und trotzdem bin ich hier gelandet. Wie kommts? Ganz einfach, ich habe  mich dazu entschlossen, zu meinem Geburtstag nach Cascada Verde in Uvita zurueck zu kehren. Ich habe mich da super wohl gefuehlt, ich kenne einige Menschen da (damit ich nicht komplett alleine feiern muss) und - das wichtigste Kriterium - die Kueche ist nicht nur wahnsinnig gut ausgestattet, sondern ernthaelt auch einen Ofen. Ich habe mir ja naemlich vorgenommen zu meinem Geburtstag einen Ananas-Bananenkuchen zu backen. Es auf jedenfall zu versuchen.
Und um die Zeit von San Gerardo nach Uvita zu ueberbrucken - ich wollte jetzt auch nicht nochmal 4 Tage dort durchhaengen, soooo spannend ist es dann auch wieder nicht - hab ich nach ner Alternative gesucht, und da drangte sich halt Manuel Antonio auf. Also bin ich am Donnerstag hier runter gefahren.
Kaum im Zimmer angekommen, habe ich Br*** (den Rest weiss ich leider nicht mehr) getroffen, ein Costa Ricaner, der mit einer 9er Gruppe amerikanischer Science-Studenten hierher gekomme ist. Die Geschichte dahinter ist super suess. Er hat vor 1,5 Jahren, um sein Englisch zu verbessern, eine App runtergeladen, die sich hello talk nennt, auf der man Menschen aus anderen Laendern kennen lernen kann, und eine Art moderne Brieffreundschaft aufbauen kann, um die Sprache des jeweils anderen zu praktizieren. Dort hat er Hunrwe kennengelernt, ein Amerikaner, genauso  alt, der gerne Spanisch sprechen wollte. Und seitdem kenne die sich, haben regelmaessig miteinander geschrieben, um dem jeweils anderen zu helfen und auch so, und daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt. Jetzt ist Hunter aber wie gesagt Science-Student und mit seinen Mitstudenten im Moment fuer 4 Monate in Costa Rica, fuer Studies. Und da haben die sich jetzt zum ersten Mal getroffen, um hier alle fuer 3 Tage Urlaub zu machen.

Ich fand mich am Donnerstag also in einer 9er Gruppe Amis + 1 Costa Ricaner am Strand wieder. Wir haben uns super verstanden und sind gestern, am Freitag, alle zusammen in den Nationalpark gegangen. Eine so grosse Gruppe ist zwar etwas schwerfaellig und alles dauer etwas laenger, aber das wars definitiv wert! Der Park war zwar genauso, wie ich es oben beschrieben habe, und dafuer waren die 16 Dollar Eintritt viiiel zu viel, aber hey, ich hab nen Bruellaffen gesehen (und gehoert!), Sloths (aus naechster Naehe, das war echt krass), Totenkopfaeffchen (womit ich jetzt glaube ich alle 4 Affenarten Costa Ricas gesehen habe), Waschbaeren, Kapuziner zum Anfassen (hab ich nicht gemacht, schon schlimm genug, das die garkeine Scheu mehr haben und dass Leute so bloed sind, nur fuers Foto mit wilden Affen zu kuscheln, die einfach nicht zu Haustieren gemacht werden sollten)... . Die Tiere hatten jedenfalls alle ihre natuerliche Scheu verloren und insgesamt hatte man etwas das Gefuehl im Zoo zu sein. Nichtsdestotroz hatten wir nen lustigen Tag, haben uns von den Brechern auf den Strand spuelen lassen (lang nicht mehr so ausgelassen gewesen, gelacht und gejauchzt wie ein Kind) und hatten einfach ne echt schoene Zeit.


Zum Abendessen wurde ich dann zu Maccharoni-Cheese (?) eingeladen. Basically Nudeln mit Butter, dann wird da pulverisierter Kaese und Milch reingeschmissen und dann umgeruehrt. Schmeckt so lala, aber selbstgemacht ist das bestimmt gut. Ausserdem habe ich erfahren, dass ich keinen deutschen Akzent besitze, einen europaischen, aber eher ne Mischung aus Allmoeglichen, die Meinungen gingen auseinander. Schweiz und Holland war auf jedenfall dabei, und wohl nen englischen (UK) Einschlag. Auf jedenfall nicht typisch deutsch, aber europaeisch. Find ich gut! Wir haben uns auch ueber Hitler, deutsche und amerikanische Geschichte, und Alkoholkonsum im jeweils anderen Land unterhalten.
Ich koennte jetzt den Verlauf der abendlichen Gespraechsthemen wiedergeben, das ist auf jedenfall interessant, aber ich fasse es euch lieber so zusammen, wie ich es schon einigen per Mail geschrieben habe:
Ich habe die letzten 2 Tage mit einer Gruppe Science-Studenten aus dem sueden verbracht, die seeeeehr christlich sind, trump waehlen, die bibel zitieren, kein sex vor der ehe haben und soweit es geht versuchen nicht zu masturbieren. ist ziemlich lustig mit denen, die sind sehr nett, wir verstehen uns super und haben interessante konversationen, auch wenn wir in manchen dingen dezent andere ansichten haben.  Aber ich finde es sehr interessant, deren Beweggruende und Ansichten kennen zu lernen, einfach weils mal was anderes ist. Und einige Ansaetze finde ich durchaus ueberzeugend, in jedem Fall aber ueberlegenswert (keine Sorge, Trump finde ich weiterhin schlimm, und kein Sex vor der Ehe zu haben, mit der Begruendung, dass man den Fokus auf die Partnerschaft und andere Dinge legen will und nicht triebgestesteruert durch die Welt rennen will, hat fuer mich auch noch einen verstaendlichen Hintergrund, aber dann lass die armen Schweine doch wenigstens noch mit gutem Gewissen mit sich selbst Spass haben). Naja, wie gesagt, es ist aber echt lustig mit denen.

18. Februar

Heute haben die dann ne Bootstour gemacht, wahrend ich alleine an den Strand bin.
Heute ist Samstag: Jogging-Tag. Was macht man also, wenn man alleine mit Ruckasack am Strand ist? Man sucht sich das allerdickste Paerchen, welches auf ner bezahltem Liege im Schatten eines Sonnenschirms liegt. Im besten Fall sind es zwei reisende Paerchen um die 60. Die fragt man dann ganz freundlich und unschuldig, ob man denn den Rucksack fuer ne Stunde dazustellen koennte, weil man alleine hier waere und ein bisschen laufen wollte (blos nicht zu sehr rausstellen, dass man die naechste Stunde Sport macht, sonst fuehlen die sich noch schlecht, das ist nicht das Ziel). Man sei uebrigens die Charlotte aus Berlin, ja genau in Deutschland und Sie selbst? Ach Kansas? DAS Kansas? Aus dem Zauberer von Oz? Oh wow, ich war noch nie in den Staaten, aber ich wuerde unglaublich gerne Mal dahin fahren (nur nicht innerhalb der naechsten 4 Jahren, aber das erwaehnen wir mal lieber nicht, ich will denen schliesslich nur meinen Rucksack unterschieben und keine politischen Debatten vom Zaun brechen). Naja, vielleicht innerhalb der naechsten Jahre mal (oder auch nicht), jetzt ist man ja erstmal hier in Cosa Rica ja - Ehefrau 2 bringt derweil Cola Dosen fuer alle, ein gutes Zeichen. Ehemann 1 macht es sich gemuetlich und faengt an zu schluerfen, er wird sich in den naechsten 5 Studen nicht mehr bewegen, Zeit endlich loszukommen - Ja also ich wuerd dann mal, vielen Dank nochmal. 
Beim Vorbeilaufen nett nicken und laecheln, aber nicht mehr als einmal, man moechte nicht aufdringlich wirken. Beim Zurueckkommen auf ihren Witz eingehen und bestaetigen, dass man fuer Ehefrau 1 mitgelaufen ist - natuerlich ahaha -. Wenn man jetzt noch richtig gut waere und etwas Glueck haette, koennte man sogar ueber etwas Belabern noch auf eine Einladung zum Eis essen spekulieren - man sei ja 18, in 2 Tagen aber schon 19 ja, wuerde hier alleine reisen, ja total toll, leider wurde das Handy geklaut, aber nein, meine Eltern sind da schon sehr entspannt und man trifft ja immer auf sehr nette Leute, die einem helfen - zwinker - aber diesmal verdrueck ich mich einfach mit nem netten Danke, und leg mich mit nem Buch in den Schatten. Der Rest des Tages wird mit lesen, am Strand doesen und kochen verbracht.
Jetzt gehts gleich mit meinen Amis nochmal weg was trinken. Und was trinken nicht-Alkohol-trinkende Amis abends um 10? Na? Kaffee, genau. Haette man ja auch selber drauf kommen koennen Mensch. Aber ich finds lustig.




Ok, mittlerweile ist es 01:19. Wir waren weg, haben dann hier nochmal spoons gespielt, ein amerikanisches Kartenspiel mit Loeffeln, ziemlich lustig. Aber das eigetlich interessante und wichtige war eine Unterhaltung, die ich mit S*** und Br*** (I'm terribly sorry, but ich bin einfach unfaehig mit Namen) bis grade eben hatte, ueber Gott, den Glauben und was es bedeutet Christ zu sein. Uch werde nicht weiter auf einzelnes eingehen, das wuerde den Rahmen dieses Blogs bei weitem sprengen, ausserdem moechte ich mir Zeit nehmen, die Unterhaltung nachwirken lassen, darueber nachdenken... 
In jedem Fall kann ich allerdings sagen, dass dieses Diskussionen - gestern, sowie heute - die besten und interessantesten sind, die ich bis jetzt auf diesem Tripp hatte. Ich bin sehr gluecklich und dankbar darueber, auf diese Gruppe von Menschen gestossen zu sein, und dass ich mich mit ihnen hab austauschen koennen.

Beim naechsten Update bin ich wahrscheinlich ein Jahr aelter, also sagt die 18-jaehrige Charlie hier nochmal ein allerletztes Mal tschuess.
❤ Charlie

Mittwoch, 15. Februar 2017

COSTA RICA - San Gerardo de Rivas

Ich glaube der letzte Post hat bei dem Wasserfall aufgehoert oder?
Um dort mal dran anzuknuepfen, ich bin also mit den 3 Schweden und Amie aus den USA dahin. Und bevor ihr jetzt zu den Fotos kommt, ja, Schwede 2 traegt eine rosa weiss gestreifte Badehose.
Es gibt mehrere Dinge, die nach Schweden schreien; IKEA, kleine rote Holzhaeuser mit weissen Fensterlaeden, Kanelbullar, und, seit dem heutigen Tage - fuer mich zumindest - kleine blonde schwedische Jungs mit Honigkuchengrinsen in rosa/weiss gestreifter Badehose in IKEA-Tapeten-Optik. Oder IKEA-Bettlaken-Optik, oder IKEA-Kuechengeschirr-Optik usw. ... . Fuer die paar merkwuerdigen Menschen unter uns, die noch nie einen IKEA von innen gesehen haben - ich spreche jetzt nicht eine bestimmte hamburger Fraktion im Speziellen an - eine kurze Aufklaerung; bei IKEA ist alles was nicht einfarbig ist gestreift. Und wie jeder weiss ist IKEA eigentlich eine militaerische Basis in Uebersee getarnt als furchtbar familienfreundliches Moebelhaus inkl. Elch-Nuddeln, ins Leben gerufen vom schwedischen Koenig Carl XVI. Gustaf, um die Weltherschaft an sich zu reissen. Oder kurz gesagt, IKEA = Schweden. Daraus folgt rosa/weiss gestreift = Schweden, kurz gesagt, rosa weiss-gestreifte Badehosen sind das urtypisch schwedischste was es vielleicht gibt. Ueberzeugt?
Jedenfalls haben Schwede 2 (ich habe leider den Namen vergessen, ich weiss nurnoch das Schwede 1 Ludvig und Schwede 3 Aelias oder so hiess), Amie und ich dann was ganz untypisch schwedisches gemacht, wir wollten den Eintittspreis umgehen und uns dem Wasserfall daher von weiter oben naehern. Hat leider nicht geklappt, wir haben den Falschen genommen oder so, irgendwann ging es jedenfalls nicht mehr weiter. Also wie gewoehnliche Kriminelle einfach mit Pokerface an der Eintrittsdame vorbei, disculpe por favor, trabajamos aqui. Tja und jetzt der Nachteil, wenn man mit 3 Maennern bei nem Wasserfall im Jungle Costa Ricas baden will, entspannt da rumliegen geht nicht, NATUERLICH muss man den Wasserfall runter rutschen/springen. Sind ja nur 8 Meter. Und wer musste mal wieder beweisen, die dicksten Eier zu haben? Naja, ich stand jedenfalls 3 min spaeter oberhalb des Wasserfalls und hab mir vor Angst fast in die Hose gemacht. Ob das jemand gemerkt hat? Hmmm... ich glaube nicht...









Abends haben Amie, Shawn (ja, so wie Shawn das Schaf, die Volontaerin von Cascada Verde) und ich dann lecker lecker Quiche/Pizza/Gemuesekuchen gemacht. Leute ich will mich jetzt ja nicht zu weit ausm Fenster lehnen, aber son kleines Michelin-Sternchen waer schon drin wuerd ich sagen.




Anschliessend den 21. Geburtstag eines stockbesoffenen Briten mit singen und Kuchen gefeiert und mit den Schweden-Boys Karten gespielt, bis diese sich gegen 22:00 verabschiedeten, sie muessten noch ihre Sachen packen, man muesste morgen sehr frueh um 10:00 raus. Ludvig hat dann am Nachbartisch ueber 30 min jedes Kleidungsstueck einzeln zusammengelegt und sorgfaeltig in den Rucksack gepackt. Ich haette ihm noch fast ein Buegelleisen angeboten. Aber gut, andere Laender andere Sitten und das scheint auch bei Backpackern zu gelten. Und besonders bei Backpackern mit rosa-weiss gestreiften Badehosen.


Fuer Amie und mich ging es am naechsten Tag allerdings auch weiter, neues Ziel, San Gerardo de Rivas, wo wir irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit ankame- ohne Accomodation.
Haben uns dann auf die suche gemacht und sind, nach ueber 1 km in flipflops mit 30 kg Gepaeck bei Dunkelheit bergauf, in einem schoenen kleinen Hostel angekommen, wo wir noch einen Schlafplatz gefunden haben, ein Bett (und sie hat ne Haengematte) draussen, aber immerhin ueberdacht. Und mit gaaaanz vielen Decken, hier ist es nachts naemlich echt frisch, so 15 grad oder sogar noch weniger (is halt 1600 m ueberm Meeresspiegel in den Bergen). Kostet allerdings 14 $ pro Nacht, das ist schon sehr sehr happig, mal schauen wie lange ich bleibe, Ammie faehrt morgen frueh jedenfalls wieder.



Man kann hier auch einen der hoechsten Berge Lateinamerikas besteigen, aber das ist teuer und ich hab nicht die richtigen Klamotten, da oben isses kalt und man muss vorbuchen, weils ausgebucht ist und ich bin eh nicht die grosse Bergsteigerin. Wobei der Rekord, fuer die schnellste Besteigung des Chirripos, dem hohen Berg, (48km Strecke bis man oben ist) 3 h 20 min betraegt! Da findet naemlich jaehrlich ein Wettlauf statt, aus dem die Leute aus ganz Suedamerika kommen, in 2 Wochen ist es wieder so weit. Der Rekord der Frauen liegt uebrigens bei 4,5 h. Ich bleibe da lieber bei meinen Buechern :)
Nichtsdestotrotz haben wir heute ne kleine Tour gemacht, die immerhin auch 6 Stunden ging. Vorbei an einer lokalen Art-Gallery, einem lokalen organic Cheese-Maker, einer lokalen organic selfmade Schokoladenmanufaktur und zum Schluss noch bei einem Mann, der selber Ginger-Banana-Coconut-Rosinen-Brot herstellt. Im Anschuss waren wir bei ner lokalen Fischzucht, wo wir unseren eigenen Fisch gefangen haben, der direkt frisch fuer uns zubereitet wurde. Fehlt nur noch eine Weinverkostung. Ich glaube ich werde alt.







Jetzt haben wir unser Abendessen gekocht, Bohnen mit Bratkartoffeln und Zwiebeln, dazu der frische (naja wie mans nimmt, 3 Monate ist der schon alt) Kaese, vom Kaesebauern.
2 Maenner ausm Hostel wollen dagegen in 2 Stunden die mind. 12-stuendige Bergbesteigung beginnen. Tja, ich beneide sie jedenfalls nicht...

Bis bald!!
❤ Charlie (und schoenen Valentinstag euch allen ;) )

Sonntag, 12. Februar 2017

COSTA RICA - Uvita (II)

Ich habe rausgefunden, dass der Laptop noch ne touch Tastatur hat, was sehr praktisch ist, ich kann also mal wieder etwas länger schreiben...
Ich bin wie gesagt im Moment in Uvita in diesem traumhaften Hostel, wo ich meine Tage mit lesen und chillen verbringe. Definitiv der beste Ort, um mal ein bisschen runter zu kommen und ich genieße es, einfach mal wieder Zeit für ein gutes Buch zu finden (gestern night over the Water von Ken follet beendet und jetzt der hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand angefangen). Ich zahle 10$ die Nacht für ne Matratze unterm Dach und ernähre mich vom free Food shelf und von dem, was die anderen traveller dem armen naiven 18-jahrigem Mädel mit dem hundeblick und der gelben ukulele aus Mitleid überlassen. Ich wiederum teile meine Errungenschaften mit den nächsten, die daraufhin ihre dinge mit mir teilen usw. Und so komme ich echt super über die runden! Teilen, das habe ich auf jedenfall schon zu genüge auf diesem Trip gelernt, ist das a und o. Nicht nur für meine Verdauungsorgane, auch fürs sozialleben, um Menschen kennenzulernen, aber auch um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Dinge zu unternehmen, denn geteilte Freudeist doppelte Freude und der Spruch ist definitiv wahr.
Jetzt aber mal zu Dominical nochmal. Oder nein, zuerst noch zu Bahia Drake, ich hatte ja die Nachtwanderung gemacht. Long Story short, es war nett, die führerin sympathisch und wir haben auch ein paar Tiere gesehen, aber insgesamt waren 40$ dafür schon seeeeeehr teuer. Ich bin trotzdem nicht enttäuscht, 1. hatte ich einen netten Abend, 2. Ist das eben die Natur, kein Zoo, manchmal sieht man mehr, manchmal eben auch nicht und 3. Ich finde spinnen jetzt deutlich weniger eklig und faszinierender als davor (wusstet ihr, dass jede art unterschiedliche netze baut und die netze auch nochmal von Individuum zu individuum variieren?).






So viel dazu.
Dominical an sich war schön , ich bin gesurft (meeeega geil und ich glaube ich war gar nicht so schlecht) und superbowl gucken hat auch spaß gemacht.


Nur mein hostel war nicht so Dolle. 10$ pro Nacht ist billig, zumindest für Costa Rica, aber es lag direkt über einer bar, in der immer sehr laut Musik lief, und es gab keinen freie Food stand. Aber das eigentliche wirklich doofe waren die Mitarbeiter (bis auf die Volontäre und der Chef selbst), die entweder dauer straff waren oder aber einfach nur blöd. Es ging schon komisch los, wir kamen an, Zimmer schon angezahlt, und mussten 3 h warten bis der typm uns ein falsches Zimmer zuteilte. Nach einigem diskutieren bekamen wir dann doch das Zimmer, was wir bezahlt hatten, allerdings war das noch dreckig, weswegen wir nochmal warten mussten. So ging's dann die folgenden tage weiter, mein essen wurde versehentlich weg geworfen, ich sollte ne nacht 2 mal zahlen (hab ich natürlich nicht gemacht) usw. Das ganze erreichte dann am morgen meiner abreise seinen Höhepunkt, als ich den Schlüssel zurückgegeben wollte, und der typ mir das Pfandgeld dafür nicht geben wollte, obwohl ich den Belegt hatte. Er erklärte das so, dass er das Geld bereits ricki (eins der Mädels mit denen ich gekommen bin und die nach einer nacht morgens um 5 schon wieder abgereißt waren) gegeben hätte. Zuerst gab ich mich zähneknirschend damit zufrieden und ging nach oben, aber dann dachte ich mir, dass ich mich doch nicht von so jemandem einfach rumschubsen lassen kann. Also wieder nach unten zur Rezeption und diskutiert. Das ganze immer lauter werdend über 20 min, bis ich mich schließlich dazu gezwungen sah zur Polizei zu gehen, die sich dafür zwar nicht verantwortlich fühlten (hä was ist dann bitte euer Job? Ihr kifft im dienst mit Teenies am Strand, glotzt mit am meisten, wenn man vorbei geht und fühlt euch nicht zuständig wenn mich son idiot versucht zu verarschen?  was ist dann bitte eure Daseinsberechtigung?!) , aber aus Nettigkeit hat der eine wenigstens mal angerufen. Kurzum, ich wieder zurück, noch etwas diskutiert und schließlich das Geld bekommen. Und den Bus verpasst. Also durfte ich noch 2h da rumsitzen, über meinem Kopf mind. 100 kleine Gewitterwoelckchen. Aber auf jedenfalls, was gelernt. Nicht mit mir Freundchen.
Heute laufe ich jedenfalls nochmal zu sonem Wasserfall in dem man baden kann ( mit so 3 Schweden Boys in meinem alter, die ich hier getroffen habe ) und morgen geht's dann für ein paar tage nach chirripó in einen Nationalpark.
Fotos gibt's im Moment keine neuen, aber in meinem letzten post seht ihr ja sonn biss wies hier aussieht, die jungle Geräuschen müsst ihr euch dazu denken ;)
❤ Charlie


P.S.: Vor einer Woche ist auf einer Insel bei Bocas eine 23-jahrige Backpackerin aus den USA
verschwunden, ihre Leiche wurde vor einigen Tagen gefunden. Mich - und andere - hat das ziemlich geschockt. Abgesehen davon, dass das einfach nur schrecklich ist und neben der Tatsache, dass diese Familie jetzt diesen schlimmen Verlust hinnehmen muss, ist das für uns alle eine Mahnung, und ich hoffe, dass diese Erinnerung mich und andere davor bewahrt, unvorsichtig oder allzu übermütig in Risiko reiche Situationen hinein zu geraten.