Mittwoch, 15. Februar 2017

COSTA RICA - San Gerardo de Rivas

Ich glaube der letzte Post hat bei dem Wasserfall aufgehoert oder?
Um dort mal dran anzuknuepfen, ich bin also mit den 3 Schweden und Amie aus den USA dahin. Und bevor ihr jetzt zu den Fotos kommt, ja, Schwede 2 traegt eine rosa weiss gestreifte Badehose.
Es gibt mehrere Dinge, die nach Schweden schreien; IKEA, kleine rote Holzhaeuser mit weissen Fensterlaeden, Kanelbullar, und, seit dem heutigen Tage - fuer mich zumindest - kleine blonde schwedische Jungs mit Honigkuchengrinsen in rosa/weiss gestreifter Badehose in IKEA-Tapeten-Optik. Oder IKEA-Bettlaken-Optik, oder IKEA-Kuechengeschirr-Optik usw. ... . Fuer die paar merkwuerdigen Menschen unter uns, die noch nie einen IKEA von innen gesehen haben - ich spreche jetzt nicht eine bestimmte hamburger Fraktion im Speziellen an - eine kurze Aufklaerung; bei IKEA ist alles was nicht einfarbig ist gestreift. Und wie jeder weiss ist IKEA eigentlich eine militaerische Basis in Uebersee getarnt als furchtbar familienfreundliches Moebelhaus inkl. Elch-Nuddeln, ins Leben gerufen vom schwedischen Koenig Carl XVI. Gustaf, um die Weltherschaft an sich zu reissen. Oder kurz gesagt, IKEA = Schweden. Daraus folgt rosa/weiss gestreift = Schweden, kurz gesagt, rosa weiss-gestreifte Badehosen sind das urtypisch schwedischste was es vielleicht gibt. Ueberzeugt?
Jedenfalls haben Schwede 2 (ich habe leider den Namen vergessen, ich weiss nurnoch das Schwede 1 Ludvig und Schwede 3 Aelias oder so hiess), Amie und ich dann was ganz untypisch schwedisches gemacht, wir wollten den Eintittspreis umgehen und uns dem Wasserfall daher von weiter oben naehern. Hat leider nicht geklappt, wir haben den Falschen genommen oder so, irgendwann ging es jedenfalls nicht mehr weiter. Also wie gewoehnliche Kriminelle einfach mit Pokerface an der Eintrittsdame vorbei, disculpe por favor, trabajamos aqui. Tja und jetzt der Nachteil, wenn man mit 3 Maennern bei nem Wasserfall im Jungle Costa Ricas baden will, entspannt da rumliegen geht nicht, NATUERLICH muss man den Wasserfall runter rutschen/springen. Sind ja nur 8 Meter. Und wer musste mal wieder beweisen, die dicksten Eier zu haben? Naja, ich stand jedenfalls 3 min spaeter oberhalb des Wasserfalls und hab mir vor Angst fast in die Hose gemacht. Ob das jemand gemerkt hat? Hmmm... ich glaube nicht...









Abends haben Amie, Shawn (ja, so wie Shawn das Schaf, die Volontaerin von Cascada Verde) und ich dann lecker lecker Quiche/Pizza/Gemuesekuchen gemacht. Leute ich will mich jetzt ja nicht zu weit ausm Fenster lehnen, aber son kleines Michelin-Sternchen waer schon drin wuerd ich sagen.




Anschliessend den 21. Geburtstag eines stockbesoffenen Briten mit singen und Kuchen gefeiert und mit den Schweden-Boys Karten gespielt, bis diese sich gegen 22:00 verabschiedeten, sie muessten noch ihre Sachen packen, man muesste morgen sehr frueh um 10:00 raus. Ludvig hat dann am Nachbartisch ueber 30 min jedes Kleidungsstueck einzeln zusammengelegt und sorgfaeltig in den Rucksack gepackt. Ich haette ihm noch fast ein Buegelleisen angeboten. Aber gut, andere Laender andere Sitten und das scheint auch bei Backpackern zu gelten. Und besonders bei Backpackern mit rosa-weiss gestreiften Badehosen.


Fuer Amie und mich ging es am naechsten Tag allerdings auch weiter, neues Ziel, San Gerardo de Rivas, wo wir irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit ankame- ohne Accomodation.
Haben uns dann auf die suche gemacht und sind, nach ueber 1 km in flipflops mit 30 kg Gepaeck bei Dunkelheit bergauf, in einem schoenen kleinen Hostel angekommen, wo wir noch einen Schlafplatz gefunden haben, ein Bett (und sie hat ne Haengematte) draussen, aber immerhin ueberdacht. Und mit gaaaanz vielen Decken, hier ist es nachts naemlich echt frisch, so 15 grad oder sogar noch weniger (is halt 1600 m ueberm Meeresspiegel in den Bergen). Kostet allerdings 14 $ pro Nacht, das ist schon sehr sehr happig, mal schauen wie lange ich bleibe, Ammie faehrt morgen frueh jedenfalls wieder.



Man kann hier auch einen der hoechsten Berge Lateinamerikas besteigen, aber das ist teuer und ich hab nicht die richtigen Klamotten, da oben isses kalt und man muss vorbuchen, weils ausgebucht ist und ich bin eh nicht die grosse Bergsteigerin. Wobei der Rekord, fuer die schnellste Besteigung des Chirripos, dem hohen Berg, (48km Strecke bis man oben ist) 3 h 20 min betraegt! Da findet naemlich jaehrlich ein Wettlauf statt, aus dem die Leute aus ganz Suedamerika kommen, in 2 Wochen ist es wieder so weit. Der Rekord der Frauen liegt uebrigens bei 4,5 h. Ich bleibe da lieber bei meinen Buechern :)
Nichtsdestotrotz haben wir heute ne kleine Tour gemacht, die immerhin auch 6 Stunden ging. Vorbei an einer lokalen Art-Gallery, einem lokalen organic Cheese-Maker, einer lokalen organic selfmade Schokoladenmanufaktur und zum Schluss noch bei einem Mann, der selber Ginger-Banana-Coconut-Rosinen-Brot herstellt. Im Anschuss waren wir bei ner lokalen Fischzucht, wo wir unseren eigenen Fisch gefangen haben, der direkt frisch fuer uns zubereitet wurde. Fehlt nur noch eine Weinverkostung. Ich glaube ich werde alt.







Jetzt haben wir unser Abendessen gekocht, Bohnen mit Bratkartoffeln und Zwiebeln, dazu der frische (naja wie mans nimmt, 3 Monate ist der schon alt) Kaese, vom Kaesebauern.
2 Maenner ausm Hostel wollen dagegen in 2 Stunden die mind. 12-stuendige Bergbesteigung beginnen. Tja, ich beneide sie jedenfalls nicht...

Bis bald!!
❤ Charlie (und schoenen Valentinstag euch allen ;) )

Sonntag, 12. Februar 2017

COSTA RICA - Uvita (II)

Ich habe rausgefunden, dass der Laptop noch ne touch Tastatur hat, was sehr praktisch ist, ich kann also mal wieder etwas länger schreiben...
Ich bin wie gesagt im Moment in Uvita in diesem traumhaften Hostel, wo ich meine Tage mit lesen und chillen verbringe. Definitiv der beste Ort, um mal ein bisschen runter zu kommen und ich genieße es, einfach mal wieder Zeit für ein gutes Buch zu finden (gestern night over the Water von Ken follet beendet und jetzt der hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand angefangen). Ich zahle 10$ die Nacht für ne Matratze unterm Dach und ernähre mich vom free Food shelf und von dem, was die anderen traveller dem armen naiven 18-jahrigem Mädel mit dem hundeblick und der gelben ukulele aus Mitleid überlassen. Ich wiederum teile meine Errungenschaften mit den nächsten, die daraufhin ihre dinge mit mir teilen usw. Und so komme ich echt super über die runden! Teilen, das habe ich auf jedenfall schon zu genüge auf diesem Trip gelernt, ist das a und o. Nicht nur für meine Verdauungsorgane, auch fürs sozialleben, um Menschen kennenzulernen, aber auch um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Dinge zu unternehmen, denn geteilte Freudeist doppelte Freude und der Spruch ist definitiv wahr.
Jetzt aber mal zu Dominical nochmal. Oder nein, zuerst noch zu Bahia Drake, ich hatte ja die Nachtwanderung gemacht. Long Story short, es war nett, die führerin sympathisch und wir haben auch ein paar Tiere gesehen, aber insgesamt waren 40$ dafür schon seeeeeehr teuer. Ich bin trotzdem nicht enttäuscht, 1. hatte ich einen netten Abend, 2. Ist das eben die Natur, kein Zoo, manchmal sieht man mehr, manchmal eben auch nicht und 3. Ich finde spinnen jetzt deutlich weniger eklig und faszinierender als davor (wusstet ihr, dass jede art unterschiedliche netze baut und die netze auch nochmal von Individuum zu individuum variieren?).






So viel dazu.
Dominical an sich war schön , ich bin gesurft (meeeega geil und ich glaube ich war gar nicht so schlecht) und superbowl gucken hat auch spaß gemacht.


Nur mein hostel war nicht so Dolle. 10$ pro Nacht ist billig, zumindest für Costa Rica, aber es lag direkt über einer bar, in der immer sehr laut Musik lief, und es gab keinen freie Food stand. Aber das eigentliche wirklich doofe waren die Mitarbeiter (bis auf die Volontäre und der Chef selbst), die entweder dauer straff waren oder aber einfach nur blöd. Es ging schon komisch los, wir kamen an, Zimmer schon angezahlt, und mussten 3 h warten bis der typm uns ein falsches Zimmer zuteilte. Nach einigem diskutieren bekamen wir dann doch das Zimmer, was wir bezahlt hatten, allerdings war das noch dreckig, weswegen wir nochmal warten mussten. So ging's dann die folgenden tage weiter, mein essen wurde versehentlich weg geworfen, ich sollte ne nacht 2 mal zahlen (hab ich natürlich nicht gemacht) usw. Das ganze erreichte dann am morgen meiner abreise seinen Höhepunkt, als ich den Schlüssel zurückgegeben wollte, und der typ mir das Pfandgeld dafür nicht geben wollte, obwohl ich den Belegt hatte. Er erklärte das so, dass er das Geld bereits ricki (eins der Mädels mit denen ich gekommen bin und die nach einer nacht morgens um 5 schon wieder abgereißt waren) gegeben hätte. Zuerst gab ich mich zähneknirschend damit zufrieden und ging nach oben, aber dann dachte ich mir, dass ich mich doch nicht von so jemandem einfach rumschubsen lassen kann. Also wieder nach unten zur Rezeption und diskutiert. Das ganze immer lauter werdend über 20 min, bis ich mich schließlich dazu gezwungen sah zur Polizei zu gehen, die sich dafür zwar nicht verantwortlich fühlten (hä was ist dann bitte euer Job? Ihr kifft im dienst mit Teenies am Strand, glotzt mit am meisten, wenn man vorbei geht und fühlt euch nicht zuständig wenn mich son idiot versucht zu verarschen?  was ist dann bitte eure Daseinsberechtigung?!) , aber aus Nettigkeit hat der eine wenigstens mal angerufen. Kurzum, ich wieder zurück, noch etwas diskutiert und schließlich das Geld bekommen. Und den Bus verpasst. Also durfte ich noch 2h da rumsitzen, über meinem Kopf mind. 100 kleine Gewitterwoelckchen. Aber auf jedenfalls, was gelernt. Nicht mit mir Freundchen.
Heute laufe ich jedenfalls nochmal zu sonem Wasserfall in dem man baden kann ( mit so 3 Schweden Boys in meinem alter, die ich hier getroffen habe ) und morgen geht's dann für ein paar tage nach chirripó in einen Nationalpark.
Fotos gibt's im Moment keine neuen, aber in meinem letzten post seht ihr ja sonn biss wies hier aussieht, die jungle Geräuschen müsst ihr euch dazu denken ;)
❤ Charlie


P.S.: Vor einer Woche ist auf einer Insel bei Bocas eine 23-jahrige Backpackerin aus den USA
verschwunden, ihre Leiche wurde vor einigen Tagen gefunden. Mich - und andere - hat das ziemlich geschockt. Abgesehen davon, dass das einfach nur schrecklich ist und neben der Tatsache, dass diese Familie jetzt diesen schlimmen Verlust hinnehmen muss, ist das für uns alle eine Mahnung, und ich hoffe, dass diese Erinnerung mich und andere davor bewahrt, unvorsichtig oder allzu übermütig in Risiko reiche Situationen hinein zu geraten.

Samstag, 11. Februar 2017

COSTA RICA - Uvita

Mini Update: ich sitze in Uvita in einem tollen Hostel mit unglaublichen Blick mitten im Urwald. Leider ist die Tastatur kaputt und das Schreiben sehr muehselig.
Die letzten Tage war ich in Dominical in einem nicht sooo tollem Hostel, dafür wars billig, aber mehr dazu ein andermal... dafür jetzt ein paar Fotos.






Samstag, 4. Februar 2017

COSTA RICA - Bahia Drake


Hola,
jaaa hier bin ich wieder, mittlerweile im schoenen Costa Rica.
Am Mittwoch hat mich Sarah morgens um Viertel nach Fünf geweckt, wir wollten den Bus um 6 bekommen um dann in David moeglichst frueh einen Bus zur Grenze zu bekommen. Hat super geklappt, um halb neun haben wir die Grenze zu Costa Rica passiert, total problemlos, wir mussten nichtmal anstehen. Ich hatte mir ehrlich gesagt viel mehr darunter vorgestellt, Wachtuerme, Hunde und Schranken. Ich bin ein Europakind, ich habe noch nie ne Grenze auf dem Landweg passiert und kenn den ganzen Quatsch nur ausm DDR-Museum.


Jedenfalls wars ganz einfach. Ausm Bus raus, rueberlaufen (wir sind zuerst sogar illegal eingereist, weil wir einfach da lang gelatscht sind und auf einmal waren wir in Costa Rica, also wieder zuerueck, Ausreisestempel, Einreisestempel und dann war jut) in den Bus einsteigen und weiter. Achso, und natuerlich noch Geld abheben, 110 000 Colónes. Tja wers hat der hats halt ne? Ok gut, es ist weniger als es sich anhoert, umgerechnet 200$, also 200 Euro. Aber ist trotzdem ein komisches Gefuehl, mit nem Schein rumzulaufen, auf dem ne 20 000 steht. Man kann hier zwar auch mit Dollar zahlen, aber das ist dann meistens teurer.
Jedenfalls gings dann ueber Palmar nach Sierpe, wo ich das bato collectivo nach Bahia Drake nehmen wollte. Das faehrt 2 mal tgl, um 11:30 fuer 15 $ und um 16:30 fuer 20$. Ich war puenktlich um 12:15 da. Also warten, das kann ich mittlerweile ganz gut. Eingekauft hatte ich schon in Palmar, da das Essen in Bahia Drake sehr teuer ist (Kurze Erklaerung: Bahia Drake ist, wie der Name schon sagt, eine Bucht umgeben vom Nationalpark Corcovado, dem groessten zusammenhaengenden Nationalpark in Pacific-Lateinamerika und laut National Geographic 'the most biologically intense place on earth'. Daher gehoert dieser Ort zu den abgeschnittensten Stellen Costa Ricas, und die Preise sind hoch.).
Also hingesetzt, Ukulele hervorgeholt und sofort angesprochen worden, von Cesar, einem Tourist-Guide, der die folgenden 1,5 Stunden begeistert auf meiner Ukulele rumgeklimpert hat, während ich daneben saß, den Fluss nach Krokodilen abgesucht habe (hab leider keine gesehen), und einfach entspannt habe. Als dankeschoen hat er mir ne Fresca, das ist das selber wie chicha in Panama, also Limo, in dem Fall frisch gepresster O-Saft mit Eis, ausgegeben und mir außerdem nen Job-Angebot gemacht, als er gehoert hat, dass ich außerdem noch Deutsch, Englisch und Französisch spreche. Ich hab ihm mal meine Mailadresse gegeben, aber er hat sich nicht mehr gemeldet, aber ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust auf arbeiten im Moment.



Nachdem er dann weg war, wurde ich von so Senioren aus Spanien und Italien auf ein Eis eingeladen. Die waren mega cool (ich habe eh bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass die älteren Menschen, die sich hier rumreisen, wirklich durchweg coole Menschen sind; gelassen, abenteuerlustig, lebensfroh und sehr sehr offen, dazu immer noch echt witzig und teilweise bissl versaut, was ich ja feier), leben im Sommer in Spanien und im spanischen Winter hier.


Findet die Schlange...
Mit denen habe ich gequatscht, bis das Boot kam (irgendwann waren dann auch mehr Touris da) und uns 30 min rüber gefahren hat, durch den Fluss, über den Pazifik in die Bucht, wo ich den restlichen Abend mit 2 Französinnen, 2 Französisch-Schweizern und einem französisch sprechendem Deutsch-Schweizer verbracht habe (hier gibts es definitiv mehr Franzosen als in Panama) und schließlich totmüde ins Bett gefallen bin.
Leider wars nur ne kurze Nacht, morgens wurde in von Nadine geweckt, einer deutsch sprechenden Französin, mit der ich ab 6 Uhr morgens wandern gehen wollte. Wenn ihr euch jetzt zwischenzeitlich fragt, wieso ich mich immer wecken lasse - no smartphone no wecker. Kapieschte?
Nadine ist auch schon etwas älter gewesen, Ende 50 vielleicht? Sie lebt in Cannes, ist Altenpflegerin, spricht nahezu perfekt deutsch, italienisch, spanisch, englisch und französisch und reißt jetzt 6 Wochen alleine durch Mittelamerika. Ist heute morgen um kurz nach 3 los, weil sie am 11. wieder nach Hause fliegt, aber noch unbedingt mit dem Zug durch den Jungle nach Kolumbien fahren moechte (Ja genau, da wo die Guerilla Kaempfe sind, weswegen da auch eigtl keiner lang faehrt). Und mit ihr zusammen zu laufen war toll. Wir haben uns ganz viel Zeit genommen, viel geguckt (die meisten Touris rennen durch den Jungle als waers n Marathon) und jedes mal wenn sie was spannendes gesehen hat, hat sie mich flüsternd angebrüllt, EY EY EY SCH SCH EY EY DA SCHAU REGARDE, so dass ich jedes Mal zusammen gezuckt bin und einen Satz nach vorne gemacht habe.





Und gesehen haben wir viel, monos (Affen), lapas (Papageien) und nen Nasenbaer. Am Strand beim schnorcheln spaeter noch Kugelfische, und andere große Fische und ueberall Schmetterlinge. Riesige blaue, kleine gelb-orangene... . Ich war total beeindruckt und als wir dann auf dem Rueckweg noch auf eine ganze Affenfamilie gestossen sind, mitsamt Jungen, und die nur 1 Meter von mir entfernt vorbei gelaufen sind (und das ist so krass, die sehen aus wie wir. Die Mimik ist praktisch so wie bei uns Menschen und auch das Alter kann man ablesen, einfach weil man das sieht (Falten, sogar dunkle Altersflecken) und auch die Gestik ähnelt uns Menschen so sehr, dass es einfach nur unglaublich ist) habe ich mich einfach hingesetzt, gestaunt und mir geschworen nie wieder in einen Zoo zu gehen.





Dabei ist das noch garnichts. Wenn man den Nationalpark betritt trifft man mit Sicherheit auf Tapire, andere Affen, noch mehr bunte Voegel und wenn man ganz viel Glueck hat sogar auf Pumas oder Jaguare. Im Wasser kann man bei Tauchgaengen dagegen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf riesige Rochen, Schildkroeten und Haie treffen und zu anderen Zeiten im Jahr sieht man auch verschiedene Wal-Schulen.
Wieso ich das nicht mache? Ganz einfach, es ist teuer. Den Nationalpark darf man nur mit nem Guide betreten, ds kostet mind. 80$ und schnorcheln 90$, tauchen ab 130$. Ich bin noch lange genug hier, es gibt Nationalparks in denen man 7$ Eintritt zahlt und selber rumgehen kann und die vielleicht keine ganz so grosse Artenvielfalt besitzen, aber fuer nen Leihen wie mich interessant genug sind. Ausserdem finde ich Touren doof, ich will mir die Zeit nehmen wie ich moechte, und mich da nicht an andere anpassen muessen. (Und das Wandern gestern fuehrte am Strand/Jungle, am Rand des Nationalparks lang. Nur falls ihr euch wundert.)



Eine Sache lasse ich mir dann aber doch nicht nehmen,ich mache heute Abend eine Nachtwanderung, auch ne Tour, 40$, im Nationalpark. Das soll super toll sein, ich werde auf seeeeeehr viele sehr grosse Spinnen treffen (ihhhhh), giftige Schlangen sehen und viele Froesche treffen. Und weil ich mich das 1. nie alleine trauen wuerde und 2. nie all diese kleinen Viecher sehen wuerde, und ich 40$ einen fairen Preis finde, freue ich mich schon sehr darauf.
Jetzt muss ich aber zum Schluss kommen, der Typ, der mir seinen Laptop geliehen hat, braucht den jetzt selber, und ich will heute nochmal an den Strand kommen.
Kleiner Ausblick fuer die naechsten Tage: morgen gehst mit 2 Maedels nach Dominical, abends wird superbowl geguckt und dann moechte ich dort noch nen Tag bleiben und in den Nationalpark in der Naehe gehen.
So siehts aus. Bis bald!
❤ Charlie

Mittwoch, 1. Februar 2017

PANAMA - Boquete

Hallihallo und liebe Gruesse aus dem schoenen Boquete.
Ich bin im Moment in einem unglaublich tollen Hostel - la jungla experience - , wahrscheinlich das beste Preis-Leitungsverhaeltnis, was man sich vorstellen kann, runned by einem super netten amerikanischen Paerchen. Um euch das etwas zu verdeutlichen; ich kam am Montag an, und abends fand erstmal movie night statt, inkl. kostenlosen selbst gemachten Brownies von Mamie, der Besitzerin (beste Brownies der Welt!). Am naechsten Morgen gabs dann kostenlos Fruehstueck; Pancakes natuerlich. Schein hier son Ding zu sein.



Und den Laptop, von dem ich jetzt schreibe, durfe ich mir von Greg, dem  Mann von Mamie leihen.
Genauso viel Glueck habe ich mit meinen Mitreisenden hier. Am selben Tag wie ich ist ein Paerchen aus Wuerzburg angekommen, Laura und Sven, Medizinstudenten im letzten Jahr, die hier grade Urlaub machen. Wenn alle Medizinstudenten so nett sind wie die, dann stehen mir die besten Jahre meines Lebens noch bevor.
Ausserdem sind hier noch Sarah, eine Sozialpaedagogin aus Deutschland, die aber nicht mehr zurueck will, und ein hollaendisches Paerchen, Marianne und Irrn, sehr lustig, sehr lebensfroh, die 6 Monate reisen.
Gestern haben Sarah, Laura und ich eine kleine Wanderung gemacht, "Pipeline-Wanderung" an deren Ende uns ein Wasserfall erwartete, der kaum Wasser fuehrte.






 

Eigentlich hatten Sven, Laura und ich geplant dann nachts auf den Vulkan zu steigen (9-12 Stunden dauert das), aber wir begannen schon zu zweifeln, als wir das Wetter gesehen hatten; super windig und regnerisch und nachdem die Hollaender dann zurueck gekommen waren, hat uns das den Rest gegeben. Sie erzaehlte unter anderem sie haette zum Schluss geweint, weil sie nicht mehr konnte, und ich sags euch, was diese Frau zum Weinen bringt will ich nicht erleben.
Also hier geblieben und lecker gegessen; ich habe Laura und Sven gezeigt wie man hier Yuca zubereitet. Ihr kennts schon, kochen und dann ab ins Oel bis es durchfrittiert ist (by the way, frittierte Ananas kann man sich auf jeden Fall auch mal geben).


Heute sind wir dann zu sechst eine andere Wanderung machen gewesen, zu drei Wasserfaellen. Die Hinfahrt ueber waren wir noch total motiviert, aber als wir dann aus dem Bus gestiegen sind wollte jeder von uns umkehren, auch wenn das niemand so richtig zugeben wollte. Es war super windig,  kalt und es regnete. Und wer war die einzige mit Shorts und ohne Regenjacke? Na?


Zum Glueck hatte Irrn ne Badehose dabei, sodass die Panamanariner einige Momente spaeter die Koepfe ueber ein halbnacktes blasses Maedel schuetteln durften, was in tuerkiser Maenner-Badehose durch den matschigen Urwald stampfte. Und ich muss sagen, so ne duenne Schicht Polyester kann schon echt nen Unterschied machen...


Und die Panimier haben wahrscheinlich auch so schon aufgehoert, sich ueber die verrueckten Touris Gedanken zu machen, die enthusiastisch bei absolutem Dreckswetter Spass daran zu haben scheinen, sich durch den Dreck zu schleppen.








Und beim Laufen wurde einem auch echt warm, aber an den Wasserfaellen war es dann immer wieder frischer. Liegt einfach daran, dass diese Masse an Molekuelen, die da sekuendlich runter krach, einen ziemlichen Wind aufwirbelt. Neben der Tatsache, dass da auch sehr viel Wasser rumfliegt, aber das tat es ja so auch (Stichwort REGENwald) und nass waren wir ja eh schon.
Also schnell zu Ende wandern, schnell auf den Bus warten und schnell zurueck ins Hostel, warm duschen und essen.
Und jetzt eben noch schnell was schreiben, hopefully the internet works.
Morgen fahren wir dann alle weiter (Zufall), die Hollaender nach Panama City, die Deutschen nach Bocas und Sarah und ich haben zufaellig das selbe Ziel; Costa Rica, Bahia Drake, wo ich erstmal 2 Naechte gebucht habe. Costa Rica sollte eigentlich Costa cara heissen, es ist schon sehr teuer.
Also fingers crossed, ihr hoert hoffentlich bald wieder von mir!
❤ Charlie